Südtirol St. Magdalener DOC

Als die Römer 15 v. Chr. von der Poebene nach Bozen vorstießen und Rätien eroberten, fanden sie eine über 500 Jahre alte Weinbaukultur vor. Die Vermutung, dass damals schon Vernatsch angebaut wurde, ist nahe liegend: der Name Vernatsch ist eine Ableitung vom Lateinischen „vernaculus“ = „einheimisch“. In allen alten Weinbaugebieten der Welt waren früher die Weine nach ihrem Ort und nicht nach der Sorte benannt und bekannt – man denke nur an berühmte französische Beispiele (Côte du Rhône, Sauternes, Chablis usw.). Auch beim Südtiroler Vernatsch ist die Herkunftsbezeichnung nach Gebieten über die Jahrhunderte unverändert geblieben: Kalterer See, Meraner Hügel, Bozner Leiten und St. Magdalener sind Vernatsch mit historischem Ortsbezug und mit unverwechselbarer Terroir-Charakteristik. St. Magdalener aus dem gleichnamigen, sehr warmen Bozner Anbaugebiet ist ein fruchtig-fülliger, körperreicher Wein mit einer ausgeprägten Kirscharomatik – die typische, milde Säure verleiht der geballten Fruchtsüße eine samtige Balance.

Volumen: 13,0 % Vol.

Traubensorte: Vernatsch - bis zu 5% Lagrein

Produktionszone: klassisches St. Magdalenergebiet – Hügellage

Boden:  leichter, sandiger Boden

Vinifikation: temperaturkontrollierte Maischegärung im Edelstahl mit anschl. Säureabbau und Ausbau im großen Holzfass

Charakteristik: samtiger, angenehmer Rotwein

Farbe: Rubinrot

Gesamtsäure:  4,6 g/l

Restzucker: 1,0 g/l

Lagerfähigkeit: 2 - 3 Jahre

Empfehlung: zu kräftigen Vorspeisen, gekochtem oder gebratenem rotem Fleisch und zu gereiftem Käse

Serviertemperatur: 14 - 15 °C

Der St. Magdalener stammt aus dem klassischen Anbaugebiet in St. Magdalena bei Bozen, wo er auf lockeren Moränenschuttböden sein volles Potential entfaltet.